| 1490/1501 |
Hans
Pfister |
1672 |
Hans
Thomas Forrer |
1791 |
Johann
Konrad Stierlin |
| 1532 |
Georg
Hildebrand |
1676 |
Melchior
Pfister |
1792 |
Johann
Balthasar Pfister, Bürgermeister 1803-1822 |
| 1565 |
Georg
Hildebrand |
1679 |
Heinrich
Peter |
1813 |
Johann
Konrad Stierlin, Bürgermeister 1804-1825 |
| 1594 |
Daniel
Forrer |
1684 |
Emanuel
Stimmer |
1826 |
Johannes
Meyer |
| 1594 |
Hans
Ulrich Hageloch |
1687 |
Baltasar
Bäschlin |
1831 |
Georg
Michael Stierlin, Regierungsrat |
| 1608 |
Hans
Thomas Habicht |
1689 |
Hans
Martin Stierlin |
1856 |
Carl
Friedrich Pfister -Spleiss |
| 1611 |
Hans
Konrad Weber |
1690 |
Bernardin
Pfister |
1876 |
Albert
Stierlin -Kesselring |
| 1616 |
Michael
Hagelloch |
1691 |
Adam
Erni |
1886 |
Conrad
Habicht-Oechslin, Stadtpräsident 1891-1893 |
| 1616 |
Hans
Martin Forrer, Bürgermeister 1629-1638 (spendete den Forrer-Becher
1630) |
1711 |
Melchior
von Pfistern, Bürgermeister 1722-1736 (spendete diverse Becher, davon
sind 2 erhalten geblieben) |
1920 |
Albert
Habicht –Kolb |
| 1629 |
Hans
Ulrich Hageloch |
1722 |
Emanuel
Stimmer |
1943 |
Fritz Moser |
| 1629 |
Emanuel
Stimmer |
1722 |
Hans
Jakob Stierlin |
1955 |
Oskar
Bek |
| 1629 |
Jakob
Siegrist |
1736 |
Balthasar
Pfister, Bürgermeister 1749-1763 |
1963 |
Edwin Spleiss |
| 1645 |
Melchior
Pfister |
1748 |
Heinrich
Pfister |
1967 |
Wolfram
Fehrlin |
| 1646 |
Heinrich
Kuhn |
1749 |
Melchior
von Pfistern, 1762 abgesetzt |
1979 |
Tobias
Ermatinger |
| 1652 |
Loy
oder Ludwig Peter |
1762 |
Johann
Jakob Pfister |
1991 |
Rolf
Schmid |
| 1655 |
Hans
Georg Hageloch |
1767 |
Johann
Heinrich Pfister |
1999 |
This
Fehrlin |
| 1664 |
Emanuel
Stimmer |
1790 |
Balthasar
Pfister |
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Am 10. Juni
1045 erhielt der Marktort „Scafhusun“ vom deutschen Kaiser
Heinrich III. das Münzrecht1. In
der Stadt herrschte Freiheit und zog daher schon bald zahlreiche Handwerker
an. Schaffhausen erlebte im Hochmittelalter einen gewaltigen Aufschwung.
Um auch in der Politik eine Rolle zu spielen, schlossen sich die freien
Bürger zunächst zu religiösen Bruderschaften zusammen,
da in einem Richtbrief aus dem Jahr 1281 die Zünfte noch verboten
waren. Denn die Zünfte bedrohten die Alleinherrschaft von Adel und
Kirche. Der Sieg der Zünfte war aber unaufhaltsam. In Zürich
setzten sich die Zünfte 1336, in Konstanz 1342 durch.
Auch in
Schaffhausen war diese Entwicklung unaufhaltsam. Bereits 1367 hatten die
Bruderschaften 30 der 60 Ratssitze inne2.
Der Adel erlitt in den Schlachten bei Sempach und Näfels schwere
Verluste gegen die Eidgenossen und war dementsprechend auch politisch
geschwächt. Nun wurden von den Handwerkern die Forderungen durchgesetzt.
1387 erzielten die Bruderschaften einen bedeutenden Erfolg. In den Grossen
Rat (60 Mitglieder) konnte nun jeder gewählt werden. Damit war der
Adel zur Bedeutungslosigkeit herabgesunken3.
Am 1. Juli 1411 wurde den Schaffhausern vom Friedrich von Österreich
die Bildung von Zünften gestattet. Es wurden 11 Zünfte gebildet
und die Herrenstube. Anstelle eines Vogtes trat nun ein Bürgermeister.
Die 12 Zusammenschlüsse wählten ihren Zunftmeister und einen
weiteren Mann aus ihren Reihen, einen der „Sechser“. Diese
24 Gewählten bildeten den Kleinen Rat von Schaffhausen4.
5 weitere gewählte „Sechser“ bildeten den Grossen Rat
mit 84 Mitgliedern. Eine Gewaltentrennung existierte nicht, denn die Zünfte
bildeten auch die Gerichtsbarkeit. Das Blutgericht (auch Vogtgericht genannt)
bestand aus 12 Mitgliedern der Zünfte. Das Schultheissengericht,
für niedere Streitfälle, aus 12 Zunftmitgliedern und 8 vom Grossen
Rat Gewählten. Das Resultat: Die Zünfte beherrschten Wirtschaft
und Politik vollständig.
Mit der Zeit kam das „Praktizieren“ auf. Man versuchte durch
Geldgeschenke und ähnliches zu lukrativen Ämtern zu gelangen.
1618 wurde daher ein Eid eingeführt. Der Anwärter hatte zu schwören,
dass er ohne Bestechung zum Amt gekommen war. Um den Zuwachs von Neubürgern
zu verhindern, wurden die Einkaufsgbühren in die Zünfte ins
Unermessliche gesteigert. Die Jagd nach Ämtlein führte zu den
verwerflichsten Mitteln. Das korrupte System flog 1689 auf und wurde in
der Folge durch ein Lossystem ersetzt.
Eine freiwerdende Stelle wurde unter den Zünften verlost. Ausserdem
musste der glückliche Kandidat einen reichen Bürgen stellen.
Das führte dazu, dass auch Unfähige in Ämter gelangten.
Einige Amtsinhaber begannen ihr Amt gegen Bezahlung an den Meistbietenden
zu überlassen. Der Ämterkauf wurde zum Ämterverkauf.
Erst die Revolution von 1798 machte der politischen Vorherrschaft ein
Ende. Wirtschaftlich machten die Zünfte unentwegt weiter. Die Helvetik
verschwand bald aus der Schweiz und die alten Zustände wurde teilweise
wiederhergestellt. Die Zünfte und Gesellschaften waren wieder Wahlkörper.
Der Kleine Rat bestand aus je einem aus den 12 Zusammenschlüssen
und 4 weiteren Vertretern aus ihren Reihen. 4 Sitze erhielt Stein am Rhein5. Die Landgemeinden hatten nur im Grossen Rat Einsitz.
1831 wurde die neue Verfassung eingeführt. Doch schon 1834 wurde
der Grosse Rat in freier Wahl bestimmt. Die Zünfte verloren daher
stark an Bedeutung. 1847 verschwanden die Zunftversammlungen endgültig.
Die Metzger zählten zu den vermögendsten und politisch einflussreichsten
Handwerkern der Stadt. Zu einer Metzgerzunft gehörten Metzger, Wurstmacher,
Ärzte , insbesonders Feldärzte und Chirugen. Das Zunfthaus
befand sich zunächst an der Oberstadt 16 (das Haus zum Steinbock)
6 1510 zügelten die Metzger in
die heutige Metzgerstube am Fronwaagplatz 7. Dieses wurde erst 1857 verkauft.
Heute befindet es sich wieder im Besitz eines Metzgerzünftlers. Die
Zünfte spielten lange auch militärisch ein Rolle. Die Zünfte
bildeten die taktischen Einheiten des Schafhauser Heeres. Jeder Zünftige
hatte Waffen und Harnisch zu Hause in Bereitschaft zu halten.
1
M. und T. Harzenmoser: Zünfte und Gesellschaften der Stadt Schaffhausen,
S: 10
2 M. und T. Harzenmoser: Zünfte und Gesellschaften
der Stadt Schaffhausen, S: 11
3 R. Lang und A. Steinegger: Geschichte der Zunft
zun Metzgern in Schaffhausen, S: 18
4 R. Lang und A. Steinegger: Geschichte der Zunft
zun Metzgern in Schaffhausen, S: 18
5 R. Lang und A. Steinegger: Geschichte der Zunft
zun Metzgern in Schaffhausen, S: 23
6 R. Lang und A. Steinegger: Geschichte der Zunft
zun Metzgern in Schaffhausen, S: 118
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